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Timberjacks in der Numbach?

Folgende kurzfristige Stellungnahme des Lehrerkollegiums haben wir am 19.11.2018 einigen Mitgliedern des Rates der Stadt Siegen per Email zugeschickt. Die Bezeichnung der Timberjacks-Restaurant als "elitär" ging darauf zurück, dass in der Presse von "50 bis 70 Euro für ein großes Stück Fleisch" die Rede war; wir wurden jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass Timberjacks eine "ganz normale" Speisekarte habe.

In der Ratssitzung am 21.11.2018 wurde entgegen unseren Hoffnungen der Verkauf des Grundstücks an Timberjacks beschlossen.

[Anrede]

Aus der Presse erfuhren wir von den Plänen zur Ansiedlung eines "Timberjacks"-Restaurantbetriebes auf dem bisher städtischen Grundstück in unserer Nachbarschaft. In Anbetracht der kurzen Zeit vor der übermorgigen Ratssitzung – der Ausschluss der Öffentlichkeit aus diesem Prozess mutet ja tatsächlich merkwürdig an – möchten wir nicht versäumen, Ihnen ein kurzes Stimmungsbild dazu aus unserer Stehkonferenz des Lehrerkollegiums von heute morgen mitzuteilen:

Eine gelungene Stadtplanung können wir in diesem Plan nicht sehen. Der Grundstücksstreifen vom Minigolfplatz bis zu unsererm Schulgelände hat nach unserem Empfinden einen freundlichen, gemeinwesen- und freizeitbezogenen Charakter. Auch das Cafe del Sol als "ganz normales", auch von Berufsschülern frequentiertes Restaurant fügt sich hier positiv ein. Wir freuen uns über den Spaziergänger-"Verkehr" aus dem Wohngebiet Numbach und über den regen, zunehmenden Fahrradverkehr zwischen Siegen-Mitte und Trupbach/Seelbach, der zwischen unsererm Grundstück und der "Arche Noah" vorbeiführt. An Wochenenden der freundlichen Jahreszeit ist unser Parkplatz mittlerweile rege bevölkert von auch überregionalen Gästen, die den Mountainbike-Trail nutzen.

Wir sehen den angedachten elitären Restaurantbetrieb hier als Fremdkörper, der genausogut oder besser an jeder anderen Stelle angesiedelt werden könnte, denn es gibt ja keinerlei regionalen oder örtlichen Bezug. In die sozusagen Gemeinwohl-Orientierung dieses Numbachtal-Abschnittes würde sich viel eher z.B. eine Sport- oder Freizeitstätte oder eben eine Sozialeinrichtung wie ein Seniorenzentrum einfügen. In der Tat wäre es ein stadtplanerischer Verlust, wenn das "Filetstück" und "Aushängeschild" für diesen Fremdkörper geopfert würde.

Von der Verlegung des Fahrradweges nach oben in den Wald können wir nur abraten. Die Steigung zwischen Spielplatz und Skaterbahn ist für Fahrradfahrer unattraktiv bzw. das Gefälle gefährlich, Laubfall und Beschattung machen den Weg für Fahrradfahrer ungemütlich, und der Aspekt der abendlichen Abgeschiedenheit ist in der Zeitung schon genannt worden.

Wir melden uns hier als Schulkollegium zu Wort, weil wir einerseits diesen Talabschnitt gut kennen und somit unsere Sicht als Bürger mitteilen wollen. Darüber hinaus sind wir viel mit unseren Schulkindern hier unterwegs, und wir würden uns natürlich mit den Kindern über andere Nachbarn (z.B. Senioreneinrichtung) mehr freuen als über "Timberjacks" und seine Gäste.

[…]

Mit freundlichen Grüßen

[…]


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