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Titel: „Der Sturm“

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Kurztext: Das war das Klassenspiel unserer 8. Klasse am 3. und 4. Juni 2016! >>>

Veroeffentlichung: Archiv

Prioritaet:

Datum: 2016-06-03

„Der Sturm“

Freitag, 3. Juni 2016

Das war das Klassenspiel unserer 8. Klasse:

Plakat zu unserm Spiel

William Shakespeare

Der Sturm

Freitag, 3. Juni 2016, 10.30 Uhr
Samstag, 4. Juni 2016, 17.00 Uhr

Hier gibt es…

• unser Plakat
• das Programmheftchen
• Fotos von der Generalprobe
• den Bericht der WAZ (www.derwesten.de) online
• den Bericht der WAZ (pdf der Printausgabe)
• den Bericht der Siegener Zeitung


„Shakespeare im Quadrat“

Ein abendfüllender Klassiker als Schultheaterstück, eingeübt von 14-15-Jährigen einer Förderschule? Und ausgerechnet der „Sturm“, den Jan Vering kürzlich als „Shakespeare im Quadrat“ bezeichnete?

Habt keine Angst, die Insel ist voll Klang - voll Tönen, Liedern, die erfreun und niemand weh tun…

Die 8. Klasse der Johanna-Ruß-Schule wird das Vermächtnisstück des großen Dramatikers am 3. und 4. Juni in der Festhalle der Schule zur Aufführung bringen. Selbstverständlich in bearbeiteter und gekürzter Form, verrät Klassenlehrer Martin Cuno. Trotzdem ist er sich sicher, dass „viel rüberkommen“ wird. Denn die Jugendlichen spüren die universelle Energie dieses Weltgeistes Shakespeare und lassen sich davon zu unvermuteten Leistungen motivieren. Durch die Außenseite des Stückes hindurch, das sich zwischen dem Adeligen-Milieu der Renaissance und luftigem Zaubermärchen nicht einordnen lässt, erfassen sie, dass die Themen uns Heutige mehr angehen denn je: Es geht um Macht und Unterdrückung, aber auch um das Aufeinander-Angewiesensein und sogar Einander-Zugetansein von Herr und Knecht. Es geht um rohe (Trieb-) Natur und die kultivierende Tat des Menschen – die oft genug in die Irre führt. Es geht um Träume von etwas Besserem – und um die Eselei, diesen Träumen nachzujagen, statt die Augen aufzumachen. Es geht um Verbrechen und das schlechte Gewissen – und um die Gewissenlosen, die trotzdem dazugehören…


Was aber ist bei all den Schroffheiten das Faszinierende dieses rätselhaften Stückes, das uns mit keiner „Lehre“ entlässt? Der Regisseur Christian Scholze sah im Sturm „die Aufforderung, das eigene Strahlen zu bemerken und zu intensivieren. Der Mensch im 21. Jahrhundert muss in sich das Einzigartige und Zauberhafte finden. Jeder hat es. Shakespeare hat das Stück dafür geschrieben.“

Vor 8 Jahren…

… wurde das Stück schon einmal von unserer damaligen 8. Klasse aufgeführt. Sehen Sie hier. (Diesmal "bleibt alles anders"…)

Der Sturm

von Christian Scholze, Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, 2005

Der Sturm, Shakespeares letztes Werk und Vermächtnis, ist eines der faszinierendsten, meistgedeuteten und rätselhaftesten Stücke der Theatergeschichte. Ein Stück über die Magie, die den Menschen inne wohnt, der Bedeutung der Orte für den Menschen, über das Zuhören und Akzeptieren, dass jeder Glaube an sich eine Kraft ist, die höher stehen kann als das hilflose Suchen des Individuums. Aber auch zum Untergang führen kann.

Prospero, Herrscher und Zauberer, lebt seit zwölf Jahren mit seiner Tochter Miranda und seinem Sklaven Caliban auf einer einsamen Insel. Mit Hilfe seiner Magie erreicht er Ariel, einen Luftgeist, den er einst rettete und der ihm deswegen dienen muss, bis Prospero ihn in die versprochene Freiheit entlässt. Als sich ein Schiff mit den Menschen, die Prospero vor Jahren seines Amtes als Herzog von Mailand beraubt und willkürlich dem Tod ausgesetzt haben, der Insel nähert, erzeugt er einen Sturm, der diese Menschen auf seine Insel spült und damit seiner Rache ausliefert. Prospero nutzt seine gesamte Macht, um diese Gestrandeten und Verlorenen so endgültig zu bestrafen, dass sie ihre Wertlosigkeit für die menschliche Gesellschaft erkennen. Dann jedoch zeigt sich Prosperos wahre Größe…

Das Stück öffnet sich durch seine Vieldeutigkeit jeder Zeit, jeder Generation und sogar jedem Menschen auf unterschiedlichste Weise neu. Gleich bleibt nur die Herausforderung an jede Zeit.

Was bedeutet der Sturm? Der Untergang der Menschen? Welche Rolle spielt Magie in unserer heutigen Zeit? Warum können wir keine Geister mehr wahrnehmen? Gibt es keine? Warum haben die Menschen keinen Zugang zu den Wahrheiten hinter der Realität, keine Wege, keine Richtung? Was bedeutet die Gier nach Macht jedes Einzelnen für das Gesamte?

Gleichzeitig mit der Reflektion über sich selbst entsteht die Aufforderung, das eigene Strahlen zu bemerken und zu intensivieren. Der Mensch im 21. Jahrhundert muss in sich das Einzigartige und Zauberhafte finden.

Jeder hat es.

Shakespeare hat das Stück dafür geschrieben.


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